Die Auszubildenden des Bereichs Industriekauffrau/Industriekaufmann: (von links) Lucas Pires Barbosa, Henning Maier, Annika Lischer, Lilly Wagner, Jana Metz, Abteilungsleiterin Stefanie Richter, Amelie Teufel, Jessica Knüttel, Lea Sophie Germann, Englischlehrerin Marita Hopp, Louisa May. Nicht auf dem Foto: Alicja Gluszkiewicz, Laura Steinmann und Nele Weidinger.Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) zeichnet zwölf künftige Industriekaufleute mit KMK-Fremdsprachenzertifikaten aus
In einer globalisierten Welt ist die berufsbezogene Fremdsprachenkompetenz ein entscheidendes Ausbildungsmerkmal, denn Fremdsprachenkenntnisse verbessern die beruflichen Einstellungs- und Aufstiegschancen.
Zwölf Auszubildende zur Industriekauffrau und zum Industriekaufmann, die sich im ersten, zweiten und dritten Ausbildungsjahr an der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) befinden, haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um sich ihre berufsrelevanten Englischkenntnisse zusätzlich zu ihrer Ausbildung durch eine zentrale Prüfung zertifizieren zu lassen.
Sie haben auf freiwilliger Basis und mit viel Einsatz das KMK-Fremdsprachenzertifikat der Niveaustufe B2 erworben und sind damit auf ihrem zukünftigen beruflichen Weg einen wichtigen Schritt weitergekommen.
Abteilungsleiterin Stefanie Richter hob bei der Verleihung hervor, dass das KMK-Zertifikat international anerkannt ist und bundesweit einen sehr hohen Stellenwert hat. Die ESS ist seit zehn Jahren eine anerkannte Prüfungsschule für das Fremdsprachen-Zertifikat der Kultusministerkonferenz (KMK).
Richter lobte den Einsatz der Azubis, die über zwölf Wochen hinweg vieles selbst erlernen und somit viel Selbststudium betreiben mussten. Unter Anleitung von Englischlehrerin Marita Hopp bereiteten sie sich mit hohem Engagement auf die Prüfungen vor und erzielten gute bis sehr gute Ergebnisse. So wurden im schriftlichen Teil von drei Teilnehmern 90 und mehr Punkte von 100 erreicht und in der mündlichen Prüfung sogar viermal die Höchstpunktzahl.
Der Schwerpunkt der Prüfungsinhalte liegt auf dem kaufmännisch-verwaltenden Bereich, in dem die angehenden Kaufleute später vornehmlich arbeiten werden. Die Teilnehmer absolvierten die Schwerpunkte Rezeption, Produktion, Mediation und Interaktion.
Bei der Rezeption geht es zunächst darum, das gesprochene und geschriebene Wort zu verstehen.
Bei der Produktion steht die eigene Äußerung im Vordergrund. Die Mediation beschreibt die Fähigkeit, für zwei Personen, die unterschiedliche Sprachen sprechen, zu übersetzen und so zwischen ihnen zu vermitteln. Bei der Interaktion müssen die Prüflinge mit einem Partner auf Englisch kommunizieren, ohne vorher dessen Gesprächsinhalte zu kennen.
Der kommissarische Schulleiter der ESS, Martin Gonnermann, ermutigte die Auszubildenden, weitere Zertifikate, wie z. B. Cisco, zu erwerben, denn „jedes offene Fenster eröffnet neue Chancen.“
Text: Marita Hopp
Foto: Martin Gonnermann