Elisabeth-Selbert-Schule Lampertheim (ESS)

BERUFLICHES SCHULZENTRUM DES KREISES BERGSTRASSE

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Schreibwettbewerb 2019Die Jury mit den Gewinnern in der Mitte und Organisatorin Sandra Oettrich rechts. Foto: Marita Hopp„Beim Schreiben entdecken wir was in uns steckt“

Dreimal „Andere Welten“ im 15. Schreibwettbewerb der Elisabeth-Selbert-Schule erfolgreich

Die drei Preisträger des 15. ESS-Schreibwettbewerbs 2019 zum Thema „Andere Welten“ hatten für ihre Werke ein beachtlich großes Publikum bekommen, interessierte Schüler und Lehrer, das MediaMaxx der Elisabeth-Selbert-Schule war am Dienstag zur Mittagszeit voll besetzt. In der ersten Reihe hatte die Jury Platz genommen. Deutsch- und Englischlehrerin Sandra Oettrich, die das Projekt seit einigen Jahren organisiert, versprach den Zuhörern in ihren Begrüßungsworten „richtig gute Gewinnertexte“. Wie sich wenig später beim Vorlesen der Texte zeigte, war ihre Einschätzung nicht zu hoch gegriffen.

Ein wenig Enttäuschung über die nicht sehr große Teilnehmerzahl klang mit, als sie sagte: „Ihr hattet alle die Möglichkeit der Fantasie freien Lauf zu lassen“. In seiner einführenden Rede meinte Pfarrer Reinald Fuhr von der Gemeinde Lampertheim-Hüttenfeld und Jury-Mitglied, dass ihn bei diesem Thema „die deutlich geringere Anzahl der Einsendungen“ gegenüber früheren Jahren überrascht habe. Die allgegenwärtige Selbstoptimierung nahm Fuhr unter die Lupe, die das eigene Leben und den Körper nicht als eigenes Kunstwerk empfinde, sondern als Dauerbaustelle. Ist das Schreiben auch eine Übung zur Selbstoptimierung? Diese selbst gestellte Frage verneinte Fuhr, seine Überzeugung: „Beim Schreiben entdecken wir was in uns steckt, Gedanken, Vorstellungen und die Fähigkeit das alles auszudrücken“. Schreiben sei eine Möglichkeit, sich mit unserer Welt und anderen Welten auseinanderzusetzen. „Wer schreibt, der bleibt“, legte er den Schülern ans Herz. Den 3. Preis hatte Aljoscha Adamek aus der zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz erhalten, der seinem Text den Titel „Eine andere Welt“ gegeben und ein erfundenes „Zitat“ vorangestellt hatte. „Alles hat immer zwei Seiten, eine Licht- und eine Schattenseite, Gut und Böse, das Leben ist nicht anders“. Jury-Mitglied Barbara Burkhard, Leiterin der Stadtbücherei, las die dramatische Kurzgeschichte packend vor, die in einer schockierenden Aussage gipfelte: „Meine zweite Welt, meine persönliche Hölle, meine Familie“. Sebastian Weis aus der Zweijährigen Berufsfachschule für den Mittleren Abschluss mit dem Spezialgebiet Mechatronik hatte ein Gedicht über die Entstehung des Universums mit einer Prise Ironie geschrieben, das Jurorin Sonja Götz vortrug. Sie ist ehrenamtliche Lesepatin der Elisabeth-Selbert-Schule. „Am Anfang war nicht das Licht, war nur ein Punkt, das Universum als kleines Kind, der Urknall war nicht laut. Vor sechseinhalb Milliarden Jahren fertig gebaut, das ist nicht lang – schaut euch nur den Berliner Flughafen an“. Elena Fink erhielt für ihre Kurzgeschichte „Mein imaginäres Chaos“ den 1. Preis. Ihre kleine Heldin, die fünfjährige Sarah servierte ihrem imaginären Gesprächspartner Sternenstaubtee aus einer Kanne, die leer war, und machte sich Gedanken, was sie machen werde, wenn sie mal groß ist. Eine fantasievolle Geschichte, die zum Nachdenken anregen sollte, zum Beispiel darüber, was mit Menschen geschieht, die nicht gut genug für den Himmel sind und wie positiv ein Kind mit einem imaginären Freund umgeht, der ständig mäkelt. Jury-Mitglied Jennifer Krug, Buchhändlerin, Erzieherin und ehemalige ESS-Schülerin, las die Geschichte lebendig vor. Elena Fink, Schülerin der Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung, erzählte anschließend, dass sie sich oft Geschichten ausdenke, auch ein Buch mit 483 Seiten habe sie geschrieben. Alle Preisträger sind 18 Jahre alt. Elena Fink und Sebastian Weis verlassen die Schule, Aljoscha Adamek will beim nächsten Wettbewerb wieder mitmachen. Trostpreise von der Volksbank  gibt es für alle Teilnehmer, die keinen Preis erhalten haben. Abschließend richtete Projektorganisatorin motivierende Worte an die Schüler, sprach von „schreiben dürfen, nicht müssen“, von neuen Erfolgen in ganzen Sätzen, im Gegensatz zu den flüchtigen Kurzmitteilungen auf dem Handy. Der Schreibwettbewerb fand vom 26. November bis 22. Februar 2019 statt, wie Sandra Oettrich mitteilte, unabhängig vom Unterricht, auf eigene Initiative der teilnehmenden Schüler. Jedes Jahr denke sie sich anderes Thema aus, das sie mit der Fachschaft Deutsch bespreche.

Hannelore Nowacki , TiP Südhessen,

03.05.2019

 

Elisabeth-Selbert-Schule Elena Fink gewinnt Schreibwettbewerb

Von Traum- und Albtraumwelten

In den Flimmerkisten des Landes erheben sich seit Wochen die Toten im Norden zum Kampf, menschliche und überirdische Superhelden retten auf den Kinoleinwänden das Universum. Nicht erst seit der neuesten „Game of Thrones“-Staffel oder dem Blockbuster „Avengers“ ist das Fantasy-Genre in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In der Literatur hat es spätestens seit Tolkiens „Der Herr der Ringe“ einen festen Platz in den Bestsellerlisten. Auch die Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule betraten beim diesjährigen Schreibwettbewerb literarisch Pfade in „Andere Welten“.

Dabei bewiesen die Teilnehmer, dass zu diesem Thema aber mehr als nur feuerspeiende Drachen, actiongeladene Heldenepen und kunterbunte Fantasiewelten gehören. „Andere Welten als Thema war absichtlich frei gewählt“, berichtete Organisatorin Sandra Oettrich im Pressegespräch anlässlich der Gewinner-Präsentation. Es sei nicht nur um Science-Fiction- und Fantasy-Welten, sondern auch um eigene Träume und Gedanken gegangen, so die Lehrerin.

Weniger Einsendungen

Dennoch sei die Teilnehmerzahl in diesem Jahr gesunken. Das habe aber nicht die Qualität der Einsendungen gemindert. Besonders überzeugt hat einmal mehr die Zwölftklässlerin Elena Fink. Mit ihrer Geschichte „Mein imaginäres Chaos“ gewann die 18-Jährige den Wettbewerb. Ihre Story handelt vom imaginären Mr. Rickels und der Frage, was mit Menschen passiert, die nicht gut genug für den Himmel, aber auch nicht schlecht genug für die Hölle sind. In ihrer Geschichte werden sie nach ihrem Ableben zu einem Dasein als unsichtbare Kindermädchen verdammt. Damit hat die Schülerin zum zweiten Mal in Folge gewonnen.

Zu Hause schreibe sie ebenfalls viel, berichtete Fink. Sie schreibt Buch-Enden um, denkt sich Kurzgeschichten aus – und eine fast 500-seitige Geschichte hat sie schon niedergeschrieben. „Bisher“, verriet sie, „aber nur für mich selbst“. Der Zweitplatzierte Sebastian Weiss überzeugte mit Poesie und Witz in einem Gedicht zum Ursprung des Universums. Der Drittplatzierte Aljoscha Adamek hat sich die Geschichte eines jungen Mädchens ausgedacht, das sich aus der „persönlichen Hölle“, der Familie, in eine Traumwelt bei Freunden flüchtet. Für alle anderen Teilnehmer gab es von der Volksbank Trostpreise. Der evangelische Pfarrer Reinald Fuhr aus Hüttenfeld, von Anfang an Mitglied der Jury, lobte die Autoren. Gerade in Zeiten der ständigen Selbstoptimierung sei Schreiben ein guter Weg zu sich selbst. „Wir entdecken dabei Dinge, die schon in uns stecken“, so Fuhr.

Im kommenden Jahr können Elena Fink, Sebastian Weiss und Aljoscha Adamek nicht mehr antreten. Alle drei verlassen im Sommer die Schule. Ihre Erfolgsgeschichte könnten sie dann aber beim Schreibwettbewerb der Städte Lampertheim und Bürstadt fortsetzen, findet Lehrerin Sandra Oettrich.

Die Preisträger

  1. Preis: Elena Fink (12. Klasse): „Mein imaginäres Chaos“, Gewinn: 100 Euro;
  2. Preis: Sebastian Weiss (11. Klasse): „Der Ursprung anderer Welten“, Gewinn: 75 Euro;
  3. Preis: Aljoscha Adamek (12. Klasse): „Eine andere Welt“, Gewinn: 50 Euro

ksm, Südhessen Morgen,

04.05.2019

 

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