Entlassfeier Teilzeitberufsschule 2018 HpHerausragende Leistungen belohnt

ELISABETH-SELBERT-SCHULE Verabschiedung der zukünftigen Industriekaufleute / Sonderpreis für vier Absolventen

„Hinter Ihnen liegen anstrengende und anspruchsvolle Jahre, mindestens zwei, meistens jedoch drei Jahre“, fasste Klassenlehrerin Stefanie Richter zusammen, die für die Betreuung der Industriekaufleute zuständig war. „Sie mussten sich in den Arbeitsalltag eingewöhnen. Ein Schritt, den man gehen muss“, kommentierte Pädagogin Richter.

 

Bildungspreisträger 2018Die Bildungspreisträger 2018 von links: Michelle Navratilova, Stefanie Babylon, Stefanie Richter (Abteilungsleiterin), Rebecca Rosenberger, Kevin Seidler, Max Hildmann (VWA) Foto: Marita Hopp

Der Beginn eines neuen Lebensabschnittes: Schülerinnen und Schüler von fünf Klassen durften gestern in der Lampertheimer Elisabeth-Selbert-Berufsschule (ESS) ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Darunter befanden sich vier kaufmännische Auszubildende, die aufgrund ihrer herausragenden Leistung den Bildungspreis der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Rhein-Neckar aus Mannheim verliehen bekamen.

Mit Sekt und Orangensaft stießen die scheidenden Pennäler an. „Sie mussten Klassenarbeiten bestehen sowie Präsentationen und Projektarbeiten anfertigen. Ein Arbeitspensum, das man nicht unterschätzen sollte“, lobte Klassenlehrerin Stefanie Richter. Die meisten Schüler werden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen oder setzen ihre Tätigkeit bei einem neuen Arbeitgeber fort. „Einige von Ihnen werden eine zweite Ausbildung machen oder ein Studium beginnen. Mögen Sie Ihre Ziele erreichen“, wünschte Richter, die zudem Abteilungsleiterin für Wirtschaft und Verwaltung ist.

Ebenso richtete Torsten Otto, der Klassenlehrer für Verkäufer, einige wehmütige Worte an seine abgehenden Schützlinge. „Wir hatten viele Höhen und Tiefen durchlebt. Es war aber schön mit Euch“, gratulierte Otto. Als Vertreter der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (VWA) erschien Bildungsreferent Max Hildmann.

Für die konstruktive Zusammenarbeit bedankte sich die Lehrerschaft mit rosafarbenen Rosen bei den Schulabgängern. Durch gemeinsame Ausflüge wie in die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen oder zum Skifahren habe man die Klassengemeinschaften stärken können. Ein „Turbo-Tempo“, wie Lehrerin Stefanie Richter formulierte, legten jene beruflichen Zöglinge hin, die ihre Ausbildung innerhalb von zwei Jahren qualifizierend bewältigen konnten. Unter den Berufsschülern befand sich Stefanie Babylon, die seit August 2016 die Elisabeth-Selbert-Schule besuchte, sich dort zur Industriekauffrau ausbilden ließ und mit einem sensationellen Notendurchschnitt von 1,0 zu den Jahrgangsbesten gehört. Für ihren überdurchschnittlichen Fleiß bekam die 23-Jährige eine dunkelblaue Laptop-Tasche mit dem Schriftzug der ESS-Berufsschule geschenkt. „Ich arbeite bei der ERS EuRope-Systems GmbH in Lorsch und bin dort im Einkauf tätig“, erzählte Babylon.

Jetzt geht‘s in die Sommerferien

Welche Erinnerungen an ihre Berufsschule wird die 23-Jährige behalten? „Wir haben das Audi-Zentrum in Neckarsulm besichtigt und sind nach Frankfurt ins Senckenberg-Naturmuseum gefahren“, berichtete die junge Viernheimerin. In den Sommerferien möchte sie in Urlaub nach Kroatien fahren. „Da kommen meine Eltern her. Seit meiner Kindheit bin ich ein- bis zweimal im Jahr in Kroatien. Ich bin mit diesem Land verbunden“, schilderte die Industriekauffrau, die zu ihren Mitschülern den Kontakt aufrechterhalten will.

Ch. Hofmann, Lampertheimer Zeitung

19. Juni 2018

Foto: Marita Hopp